MÄRKTE

ALBANIEN

In Albanien mit seinen vier großen Wasserkraftwerken ist Wasserkraft die dominierende Energiequelle. Dieser Markt verfügt über Stromverbindungsleitungen zu Griechenland, Montenegro und Serbien, die über unterschiedliche Brennstoffmixe verfügen und bei Veränderungen bei der Stromerzeugung aus Wasserkraft Strom importieren/exportieren können.

ÖSTERREICH

Der österreichische Markt wird stark von der Wasserkraft dominiert, aus der der größte Teil der Energie stammt. Dieser Markt war bisher über Stromverbindungsleitungen mit Deutschland verbunden, hat sich aber inzwischen wieder davon gelöst. Der Markt profitiert auch von einem relativ starken Wind- und Solarenergieanteil. Der restliche Strombedarf, der nicht durch Importe abgedeckt werden kann, wird durch Strom aus Gaskraftwerken gedeckt.

BELGIEN

Im belgischen Strommarkt ist ein sehr hohes Maß an Stromflüssen über Stromverbindungsleitungen festzustellen, die hauptsächlich in das Land fließen. Diese Importabhängigkeit, kombiniert mit erneuerbaren Energien und einem Mangel an flexibler Energieerzeugung, führt letztendlich zu Intraday-Auktionen und Ausgleichspreisen. Das System kann extreme Preise mit besonders hohen Preisspitzen anzeigen. Zudem ist der Markt von Angebotsknappheit und Überangebot in den Nachbarmärkten betroffen. Klicken für weitere Informationen>>

BOSNIEN UND HERZEGOWINA

Beim Strommarkt in Bosnien und Herzegowina kommt ein großer Teil des Stroms aus Kohlekraftwerken und der kleinere Teil aus Wasserkraftwerken. Die Daten zu den Stromerzeugungseinheiten auf dem Markt werden nahezu in Echtzeit bereitgestellt, sodass eine Liveverfolgung des Markts möglich ist.

BULGARIEN

Der bulgarische Markt stützt sich bei der Stromerzeugung auf einen Mix aus Kernenergie und Braunkohle. Nur ein geringer Teil des Stroms wird durch Wasserkraft erzeugt. Dieser Mix ermöglicht häufige Stromexporte in benachbarte Märkte. Marktdaten werden nahezu in Echtzeit über ENTSO-E bereitgestellt, sodass Marktaktivitäten live verfolgt werden können.

KROATIEN

Der kroatische Markt ist mit den Märkten in Bosnien und Herzegowina, Ungarn, Serbien und Slowenien verbunden. Dieser Markt ist derzeit gekennzeichnet von einer geringen Stromerzeugung durch Windkraft und baut daher zu einem großen Teil auf Wasserkraft.

TSCHECHISCHE REPUBLIK

Der tschechische Strommarkt wird nach wie vor von der Kernenergie und der Braunkohle dominiert. Die erneuerbaren Energien hatten bisher keine wesentlichen Auswirkungen auf den Markt. Der Markt hat Stromverbindungsleitungen zu großen Märkten wie Österreich, Deutschland, Polen und der Slowakei und ist eng mit dem Bergbau im Inland verknüpft.

DÄNEMARK

Der dänische Markt hat sich durch den Ausbau der Windkraftkapazitäten zu einem hochgradigen Mix aus erneuerbaren Energien entwickelt. Viele der konventionellen Kraftwerke auf dem Markt haben auf Biomasse umgestellt, um diesen Übergang zu beschleunigen. Unterstützt wird diese Transformation zudem durch Stromverbindungsleitungen zu den Märkten in Deutschland, Norwegen und Schweden sowie eine neue Verbindungsleitung in die Niederlande und eine im Aufbau befindliche Leitung zum britischen Markt.

ESTLAND

Der estnische Strommarkt konzentriert sich stark auf die Stromerzeugung aus mit Ölschiefer betriebenen Kraftwerken. Nur ein geringer Anteil des Stroms kommt aus Windparks. Zudem importiert das Land Strom aus benachbarten Regionen. Zu diesen Regionen gehören Finnland und Lettland.

FINNLAND

Finnland verfügt über einen vielfältigen Energieträgermix, wobei die Kernkraft die Hauptgrundlage für die Stromerzeugung bildet. Der restliche Strombedarf wird durch Importe, Windparks, Wasserkraftwerke und eine Mischung aus Biomasse, Kohle, Gas und Torf gedeckt.

FRANKREICH

Der französische Markt wird von Kernkraftwerken dominiert. Überschüssiger Strom wird an die benachbarten Märkte abgegeben. Der Markt wird von einem großen Unternehmen dominiert (Électricité de France, EDF). Ein großer Teil des Stroms wird auch aus Wasserkraftwerken gewonnen. Das Marktgleichgewicht ermöglicht es, die Unterschiede zwischen Angebot und Nachfrage zu überwinden. Änderungen der Stromverbindungsleitungen innerhalb eines Tages sind in diesem Markt durchaus üblich.  Klicken für weitere Informationen>>

DEUTSCHLAND

Der deutsche Markt ist von einem hohen Maß an Stromkapazitäten aus erneuerbaren Energien geprägt, sodass in Spitzenzeiten eine überdurchschnittliche Abdeckung gewährleistet wird. Während dieser Spitzenzeiten wird Strom üblicherweise nach Österreich und in die Schweiz exportiert, wobei auch andere benachbarte Märkte in diesen Zeiten Abnehmer sind. Strom wird auch in kleinerem Umfang durch Kernenergie erzeugt. Der verbleibende Bedarf wird hauptsächlich durch Kohle und einen wachsenden Anteil an Gaskraftwerken gedeckt. Klicken für weitere Informationen>>

GROSSBRITANNIEN

Der britische Strommarkt ist einer der attraktivsten Märkte für den Handel innerhalb Europas. Der Markt ist geprägt von hoher Liquidität, stabilen Spreads aus handelbaren Preisreihen und einer Fülle von Marktdaten. Im Mittelpunkt dieser Handelsaktivitäten stehen die Maßnahmen des National Grid über den Ausgleichsmechanismus und die daraus resultierenden Auswirkungen auf den Systempreis. Aufgrund der hohen Transparenz in diesem Markt sind diese Aktivitäten vorhersehbar. EnAppSys ist hierbei führend bei der Schaffung von Bewusstsein für diese Marktaktivitäten. Klicken für weitere Informationen>>

GRIECHENLAND

Der griechische Strommarkt ist geprägt von einem hohen Anteil an aus fossilen Brennstoffen erzeugtem Strom, wobei der Strom überwiegend aus einer Mischung von Kohle- und Gaskraftwerken stammt (der Gasanteil hat in letzter Zeit deutlich zugenommen). Der verbleibende Bedarf wird überwiegend aus dem Import über Stromverbindungsleitungen und einem relativ konstanten Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien gedeckt.

UNGARN

Ungarn ist ein großer Nettoimporteur von Strom (mit Verbindungsleitungen nach Österreich, Kroatien, Rumänien, Serbien sowie in die Slowakei und die Ukraine). Das Land nutzt auch einen großen Anteil an aus Kernkraftwerken erzeugtem Strom, sodass ein relativ geringer Strombedarf aus Gas- und Braunkohleanlagen besteht.

I-SEM

Beim I-SEM-Markt ist ein hoher Anteil an Stromkapazitäten aus Windparks und Verbindungsleitungen zum britischen Strommarkt zu erkennen. Dies schafft einen sehr volatilen Markt mit vielen Möglichkeiten für den Markthandel und mit einigen extremen Ausgleichaktionen und Spreads zwischen verschiedenen Preisreihen. Die Datenverfügbarkeit in diesem Markt ist besonders gut für detaillierte Marktanalysen mit Vorlaufplänen für die Stromerzeugung nach Erzeugungseinheit geeignet. Klicken für weitere Informationen>>   

ITALIEN

Der italienische Markt ist in mehrere Teilmärkte unterteilt und bezieht einen Teil des Stroms aus Importen, Windparks, Wasserkraftwerken und Solaranlagen. Der restliche Strombedarf wird über konventionelle Kraftwerke mit fossilen Energieträgern abgedeckt. Die konventionelle Stromerzeugung erfolgt in der Regel über Gaskraftwerke. Klicken für weitere Informationen>>

LETTLAND

Auf dem lettischen Markt gibt es mehrere Wasserkraftwerke, die bei Bedarf einen großen Anteil des Strombedarfs liefern können. Importe aus Estland und Russland sind zeitweise jedoch immer wieder von Bedeutung. Der restliche Strombedarf wird aus Gaskraftwerken gedeckt.

LITAUEN

Der Strombedarf in Litauen wird hauptsächlich durch Stromimporte gedeckt, wobei das Land Verbindungsleitungen nach Weißrussland, Lettland, Polen, Russland und Schweden unterhält. Der verbleibende Strombedarf wird hauptsächlich durch Windparks und zu einem kleinen Teil durch Wasserkraftwerke gedeckt.

MONTENEGRO

Der montenegrinische Energiemarkt zeichnet sich durch eine Mischung aus Steinkohle, Braunkohle und Wasserkraft aus, wobei der Import/Export von Strom eine Schlüsselrolle in diesem kleinen Energiemarkt spielt.

NIEDERLANDE

Der niederländische Strommarkt verzeichnet ein sehr hohes Maß an Stromflüssen über Verbindungsleitungen in das Land und aus diesem heraus. Auf diesem Markt geben zu einem hohen Maß Selbstausgleichkräfte den Ton an. Dennoch sind bei diesem System extreme Systempreise mit besonders hohen Preisspitzen zu verzeichnen. Zudem ist der Markt von Versorgungsengpässen in benachbarten Märkten wie Belgien und einem Überangebot an Strom aus Windkraft aus Deutschland gekennzeichnet.  Klicken für weitere Informationen>>

NORDMAZEDONIEN

Der nordmazedonische Markt ist bei der Stromversorgung überwiegend auf fossile Brennstoffe und Wasserkraft angewiesen. Nordmazedonien importiert typischerweise Strom und exportiert ihn nicht. Es bestehen Stromverbindungsleitungen nach Bulgarien, Griechenland und Serbien. Dieser Markt ist recht klein und kann daher leicht von Aktivitäten in benachbarten Märkten beeinflusst werden.

NORWEGEN

Der Strombedarf in Norwegen wird in erster Linie durch Wasserkraftwerke gedeckt. Die erzeugte Strommenge aus diesen Wasserkraftwerken bestimmt das Gesamtangebot und die Nachfrage für den Markt. Der Strom wird importiert und exportiert mit Stromverbindungsleitungen nach Dänemark, Finnland, Schweden und in die Niederlande.

POLEN

Der polnische Strommarkt wird nach wie vor von Braunkohle- und Steinkohlekraftwerken dominiert, wobei nur ein geringer Anteil der Stromerzeugung aus Gaskraftwerken stammt. Die Stromerzeugung durch Windparks ist eher gering. Polen importiert im Allgemeinen Strom mit Verbindungsleitungen in folgende Länder: Tschechien, Deutschland, Litauen, Slowakei, Schweden und Ukraine.

PORTUGAL

Der portugiesische Strommarkt ist eng mit dem spanischen Markt als Teil eines größeren iberischen Energieblocks verbunden. Dieser Markt ist gekennzeichnet von einem hohen Maß an Windkraftenergie. Kann in diesem Markt die Nachfrage nicht durch erneuerbare Energien gedeckt werden, muss der Bedarf über Gas- oder Kohlekraftwerke ausgeglichen werden. Intraday-Auktionen laufen zwischen der Day-Ahead-Auktion und der Lieferung. Diese erfolgen in Intervallen nach der Day-Ahead-Auktion. Klicken für weitere Informationen>>

RUMÄNIEN

Der rumänische Strommarkt zeichnet sich durch einen niedrigen Kohlebrennstoffmix aus. Ein großer Teil des Stroms stammt aus Wasserkraft und zusätzlich aus Kernkraftwerken und Windparks. Ergänzt wird dies durch die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen in Kohle- und Gaskraftwerken in diesem Markt.

SERBIEN

Der serbische Markt produziert einen relativ großen Teil seines Stroms aus Wasserkraftwerken. Der größte Teil des Stroms kommt jedoch aus Braunkohlekraftwerken. Importe spielen ebenfalls eine Rolle im Brennstoffmix des Landes. Derzeit liegen für diesen Markt keine Daten zu einzelnen Stromerzeugungseinheiten vor.

SLOWAKEI

Auf dem slowakischen Strommarkt ist die Kernenergie die Hauptquelle für die Stromerzeugung. Ein relativ großer Teil des Stroms kommt jedoch auch aus Wasserkraftwerken. Der restliche Strombedarf wird durch einen geringen Anteil an Strom aus Gas-, Steinkohle- und Braunkohlewerken gedeckt. Die Stromimporte in das Land sind oft erheblich.

SLOWENIEN

Im slowenischen Strommarkt ist festzustellen, dass das Stromerzeugungsniveau je nach Aktivität der Kernkraftwerke auf diesem Markt sehr unterschiedlich ausfällt. Darüber hinaus hat auch die Wasserkraft einen erheblichen Anteil an der Stromerzeugung. Der restliche Strom wird aus Braunkohlekraftwerken gewonnen. Stromimporte und -exporte variieren je nach Marktveränderungen. Stromverbindungsleitungen in diesem Markt bestehen zu Österreich, Kroatien und Italien.

SPANIEN

Der spanische Strommarkt ist eng mit dem portugiesischen Markt als Teil eines größeren Energieblocks auf der iberischen Halbinsel verbunden. Spanien verfügt zudem über mehrere LNG-Hafenterminals, über die Gas ins Land importiert wird. Dies unterstützt die Gaskraftwerke, die die verbleibende Lücke schließen, die durch Kernkraft, Wind, Wasser, Sonne und Abfallprodukte, über die ein Großteil der Stromerzeugung für diesen Markt erfolgt, nicht geschlossen werden kann. Klicken für weitere Informationen>>​

SCHWEDEN

Der schwedische Strommarkt ist geprägt von einer sehr großen Anzahl an Wasserkraftwerken. Ein großer Teil des benötigten Stroms wird auch in Kernkraftwerken erzeugt. In Verbindung mit dem durch Windparks erzeugten Strom sind auch Stromexporte möglich. Stromverbindungsleitungen in diesem Markt bestehen zu Dänemark, Deutschland, Finnland, Litauen, Norwegen und Polen.

SCHWEIZ

Die Stromerzeugung in der Schweiz hängt von den vier Kernkraftwerken in diesem Markt ab. Zusätzlicher Strom wird aus Wasserkraft gewonnen. Die Stromverbindungsleitungen variieren im schweizerischen Markt, da die Länder, in denen Pumpspeichereinheiten eingesetzt werden, die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in benachbarten Regionen unterstützen.